03.-04.07.2020
Fletschhorn-Lagginhorn

Zu viert brechen wir ins Wallis auf. Ausgerüstet mit Halbseilen und Schutzmaske. Ziel ist die Alpendurst, eine Mehrseillänge aufs Jegihorn am Freitag und am Samstag die Überschreitung vom Fletschhorn aufs Lagginhorn zu klettern. Die Gondelbahn bringt uns hoch in die Wolken. Vom Kreuzboden ob Saas-Grund erreichen wir die Weissmieshütte, wo wir alles Unnötige deponieren. Hin- und hergerissen zwischen Regenradar und der Lust die Alpendurst zu klettern, entscheiden wir uns für eine kürzere Mehrseillängenroute, der MaRoCa. Der Entscheid war richtig, denn kurz bevor wir wieder auf der Hütte eintreffen, hagelt es. Viertel nach drei. Wir marschieren los. Überrascht, dass fast Vollmond ist. Die Wolken liegen in den Tälern, wir sind knapp darüber. Zuerst über eine langgezogene Moräne, dann über sich aufsteilende Firnfelder hoch zum Frühstücksplatz. Das Panorama Richtung Lenzspitze, Nadelhorn und Täschhorn ist bombastisch. Es ist immer das Gleiche. Der Wecker um halb drei hat tierisch genervt, doch die Morgenstimmung, die aufgehende Sonne und die vielfältigen Blau- und Rottöne des Himmels entschädigen für alles. Es ist eine Freude. Um viertel nach sieben erreichen wir das Fletschhorn. Einfacher Abstieg zum Fletschjoch, wo wir um 8 Uhr in den Nordgrat des Lagginhorns einsteigen. Guter Trittschnee und trockener Fels zum Klettern. Zwei Stellen III. Um halb elf stehen wir auf dem Lagginhorn und freuen uns über das Geschaffte. Zuerst über Firnhänge und dann in einfacher Kraxxelei hinunter auf den Gletscher. Kurz vor halb zwei auf der Hüttenterasse. Ein Dank an die lieben Hüttenwarte und natürlich den Teilnehmern für das Gelingen der Tour.

Login